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outer limits III
Outer Limits hat sich etabliert - fast 2000 Leute an zwei Abenden
Tolle Stimmung im Haus des Gastes - Headbangen und Foxtrott
Was ist bloß los in den Haßbergen? Das Team vom Jugendzentrum (JUZ) hat insgesamt zehn Bands verpflichten können, doch außer den Security-Leuten, den Musikern und dem Personal an den Schanktheken tummeln sich gerade mal knapp zweihundert Leute, vorwiegend Teenager im Veranstaltungssaal.
Daniel Fischer und seine Truppe wirken etwas nervös, man hat sich auf mehr Besuch eingestellt. "Ein komisches Phänomen", so die Feststellung, "die Leute gehen heute immer später weg." Vor 22 Uhr verlässt scheinbar niemand mehr das Haus.
Die Mutmaßung bestätigt sich - kurz danach öffnen sich imaginäre Schleusen - binnen weniger Minuten füllt sich das Gebäude, knapp 800 Leute strömen an den "Men in Black" und der Kasse vorbei.
Gruftig geschminkt, die Haare gestyled, gepierced und tätowiert - ein buntes Völkchen stürmte hinein ins verschwitzte Vergnügen, das Haus avancierte zur Partymeile. Es wird getanzt, hingebungsvoll mitgesungen, die Ekstase kommt in Schwung. Zur Geisterstunde tobt und bebt das ganze Gebäude zu Metal - Klassikern von Manowar und Co. "Adrian" treibt die Menge mit immer fetzigeren Rhythmen zu Höchstleitungen.
"Hallo Hofheim, wir haben unser Programm etwas knalliger ausgelegt," so der Frontmann Marco Alt. Der Wahl - Hofheimer hatte mit Eva Bayer eine Topsängerin an seiner Seite. Nach dem am Freitag "Great Northern Hotel" und "The Rook" (Stadtlauringen) den Theresern "Flash" und "Adrian" das Publikum bestens eingestimmt hatten, feierten die ausgelassenen Gäste zu den Klängen von "Dynamite" bis zum frühen Morgen.
Am Samstag heißt es für die Jungs und Mädels vom JUZ aufräumen, Teil zwei des Wochenendes steht kurz bevor. Bis zum Start um 19 Uhr blitzt alles wieder, die Spuren der vorangegangenen Nacht sind beseitigt. "D-Verse", "W.i.A.B." und "HighLine" eröffnen vor den Partygästen den Samstag. Für die Formation "Megabite" ist es im Anschluss ein Leichtes, das Fass zum Überkochen zu bringen. Mittlerweile sind es an die 1000 Zuschauer und ACDC scheint live in Hofheim zu spielen. Die dichtgedrängte Meute vor der Bühne bejubelt die Musiker.
Mit den La- Crits, sie haben sich aus Beckum auf den Weg nach Hofheim gemacht, kommt ein komplett anderes Genre zu Gehör. Deutsche Schlager, 80-ger Jahre Hits von Abba und anderen Diskogrößen laden die Gäste zum Foxtrott tanzen und mitsingen ein.
Die Metamorphose gelingt übergangslos - hat die Punkerin eben noch zu Highway to Hell mit gespreizten Fingern Kopf und Haarpracht hin und hergeschleudert, liegen sich jetzt Pärchen in den Armen und singen "Über den Wolken" von Reinhard Mey. Das der Diskofox lebt ist nunmehr bewiesen - zahlreiche Tanzpaare zeigten, dass sich die Jungen verstärkt mit dieser Kunst der rhythmischen Bewegung auseinander gesetzt haben. Zwei mal Links, zwei mal rechts - anschließend eine schwungvolle Drehung - John Travolta und Olivia Newton-John lassen grüßen.
Tanzfreude ist zeitlos und Generationen übergreifend.
So endet die Finalnacht mit friedlichen Liedern, frei nach d em Motto: "da wo man singt da lass dich nieder, Bösewichter kennen keine Lieder." Trotz der großen Menschenmassen, die im HdG aufeinander trafen, gab es keinerlei gewalttätige Auseinandersetzungen.
Auch dem Jugendschutz wurde, nicht zu Letzt ein Verdienst der Securities und der Veranstalter vom JUZ, Genüge getan. Kurz nach der Sperrstunde waren die Jüngsten verschwunden, träumten bald darauf in ihren Betten möglichst schnell volljährig zu sein, um beim nächsten Outer Limits ja nichts zu verpassen.
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