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Interview Tankard
Wir sind Deutschlands hässlichste Band"
Zum vierten Mal spielt beim "Outer Limits" in Hofheim die Gruppe "Tankard". Was bedeutet eigentlich Tankard? Es ist englisch und heißt auf deutsch Bierkrug. Schon 23 Jahre existiert der "Bierkrug" auf englisch, allerdings in wechselnder Besetzung. Gerre, Andi, Frank und Olaf sind seit dem Jahr 1998 zusammen, nennen sich hie und da auch mal die "hessischen Musikanten", vor allem jedoch kokettieren sie mit dem Begriff "hässlichste Band von Deutschland".
Was bei "Tankard" 1983 in der Aula des Main-Goethe-Gymnasiums (Frankfurt) begann, setzte sich auf zahlreichen Auslandstourneen fort. Dem Gitarristen Gerre haben wir fünf Fragen gestellt.
FRAGE: Welchen Song von Euch müssen die Leute kennen, wenn sie am 26. August zu Euch und zu "Outer Limits" nach Hofheim kommen?
ANDREAS, FRITZ, JOHANNES, GEREMIA (GERRE): Auf jeden Fall natürlich "Smoke on the water". Schließlich spielen wir in einem Schwimmbad.
Was sollten die Mädels und die Jungs außer guter Laune noch mitbringen, um Euch genießen zu können?
GERRE: Auf jeden Fall keinen Sinn für Optik, da wir Deutschlands hässlichste Band sind.
In welcher Fernsehsendung und auf welchem Sender wollt Ihr denn mal auftreten?
GERRE: Wir würden gerne mal in der Lindenstraße ein kleines Ständchen geben, außer einer kleinen Statistenrolle meinerseits Mitte der 90er ist da leider nicht viel gelaufen. Mit Herrn Zenker mal einen Trinken gehen, das wäre echt geil!
Ihr wart in Japan, Ihr wollt nach Russland, warum um alles in der Welt kommt Ihr dann eigentlich in die Haßberge?
GERRE: Weil ihr die schönsten Frauen habt!
Was muss der Veranstalter außer der Gage für Euch denn noch alles bereit stellen?
GERRE: Das ist leicht beantwortet: Bier!
Das Gespräch führte German Schneider


Interview Daniel Fischer
Hofheim Nun sind ein paar Tage vergangen, die Spuren des Festivals im Hofheimer Freibad nach der Geburtstagsparty "25 Jahre Jugendzentrum Hofheim" sind weg geräumt, der Alltag kehrt auch in das JUZ zurück. 4000 Menschen kamen und feierten. Für Daniel Fischer eine klasse Werbung für die Stadt Hofheim, so der Vorsitzende des Hofheimer Jugendzentrums (JUZ). Nach einer halbjährigen Vorbereitungsphase und einer Woche "Vollstress" zieht der JUZ-Vorsitzende jetzt im Gespräch mit dem Bote vom Haßgau Bilanz.
Frage: Was für ein Gefühl hast Du, wenn Du heute zum Fenster raus schaust und das tolle Wetter siehst und das Thermometer nach dem Kälteschock vom Party-Wochenende nun abends 25 Grad anzeigt?
Daniel Fischer: Alle Feste haben an diesem Wochenende gelitten, keine Frage. Aber was will man machen, auf das Wetter haben wir keinen Einfluss. Ich kann nur sagen, Gott sei Dank hat es nicht geregnet!
Seid ihr trotzdem zufrieden mit der Besucher-Zahl?
Fischer: Also im Vorverkauf sind rund 1000 Karten weggegangen, an den Abendkassen wurden am Freitag und Samstag noch einmal rund 3000 Tickets verkauft. Durch die Preiskalkulation hätten wir, um Gewinn einzufahren, eigentlich 1000 Besucher mehr gebraucht. Aber wir hatten mit weiteren Großveranstaltungen in Bamberg, Bergrheinfeld, Kitzingen und Eichenhausen kräftige Konkurrenz. Deswegen wollten wir vom JUZ die Party eigentlich eine Woche früher steigen lassen, am 19./20. August, aber da hatten die Ostheimer Dorffest und wir bekamen keine Genehmigung. Vielleicht wäre es dann besser gelaufen. Trotzdem war es ein sehr schönes Jubiläumsfest und alle Vereinsmitglieder sind zufrieden und stolz auf ihre Leistung. Auch die Profis von Antenne Bayern waren von unserer Organisation beeindruckt. Hier speziell die riesige Bühne, die alle klasse fanden.
Kommt Ihr unter dem Strich mit einem blauen Auge davon?
Fischer: Da kann man im Moment noch nicht endgültig Entwarnung geben, da nicht alle Rechnungen vorliegen. Allerdings deutet sich ein "Null auf Null" an, Einnahmen und Ausgaben werden sich wohl decken. Leider bleibt wohl trotz der unermüdlichen Arbeit nichts hängen auf der Habenseite.
Was, wenn doch ein Defizit heraus kommt?
Fischer: Na ja, wir haben uns ganz schön aus dem Fenster gelehnt, um diese Party zu realisieren.
Besondere Vorkommnisse?
Fischer (lacht): Ganz klar waren die paar Verwegenen, die trotz des eiskalten Sommerabends, manche gleich ganz im Adamskostüm, in den freigegebenen Pool sprangen und plantschen gingen, ein ganz besonderes Highlight für mich persönlich. So gab es wenigstens rein optisch etwas Sommerflair!
Was war für Dich persönlich das Übelste, was das Schönste?
Fischer: Das Übelste? Platz eins bekommt hier das Sch...-Wetter. Das Beste war neben der JUZ-Crew der Moderator Herbert Fleischmann von Antenne Bayern. Der hat um 17 Uhr sein Mikrofon eingeschaltet und losgelegt wie ein Weltklassemann. Da waren eigentlich noch gar keine Gäste da. Nach der letzten Band hat er dann die Bude bis früh um vier am Leben erhalten und eine unglaublich gute Schau abgezogen. Es war einfach - ich denke für alle - eine Supergaudi. Erst um vier Uhr früh hat er dann Tschüss gesagt, er hatte Feierabend und wir begannen mit dem Abbau.
Gibt es eine Neuauflage von "Outer Limits"?
Fischer (macht tief einatmend kurz Pause): Erst einmal sind wir froh, dass es rum ist und wir alles schadlos überstanden haben. Wäre was schief gegangen, beispielsweise keine Gäste wegen Dauerregen, wären wir ganz schön den Bach runter gegangen. Das wäre ein finanzielles Desaster gewesen, mit der Konsequenz: Verein auflösen und der Alex (Bergmann, zweiter Vorsitzender) und ich wären in den Knast gegangen (Fischer grinst). Neuauflage? Irgendwann bestimmt. Aber die nächsten Monate wollen wir uns erstmal wieder um das Vereinsleben kümmern, mit den eigenen Leuten Ausflüge und kleinere Sachen veranstalten. Erstaunlich ist, dass zwar weniger Leute als gewünscht da waren, aber bereits innerhalb der vergangenen Tage elf Bewerbungen per E-mail auf unserer Homepage von Bands für das Jahr 2006 eingegangen sind, obwohl wir für das nächste Jahr noch gar nichts geplant haben. Sogar die legendären Spaßrocker von J.B.O wollen bei uns auftreten.
Resümee und Ausblick?
Fischer: Ich glaube, das tolle Wochenende hat Hofheim über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Sonst gibt es hier ja keine Großveranstaltungen, abgesehen vom Marktplatzfest und der Kirchweihwoche. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht, das Raabs Pfingstrockfestival als reines Beatwochenende mit Cover-Bands sowie ein Rock-Wochenende mit guten Szene-Bands beizubehalten. Die "Indoorveranstaltungen" im Haus des Gastes haben einen Trend aufgezeigt: es wurde jedes Mal mehr Publikum mobilisiert, am Schluss war die Hütte randvoll. Meiner Einschätzung nach wird ein solches Wochenende mit dem wundervollen Ambiente im Hofheimer Freibad in Zukunft ebenfalls mehr Zuspruch erfahren. Sollte es mit einem Outer Limits 6 weitergehen, wollen wir auf jeden Fall am bewährten Konzept festhalten. Zum Schluss noch ein besonderer Dank an Bürgermeister Wolfgang Borst. Er stand jederzeit voll zu unserem Vorhaben, stärkte uns den Rücken und war auch jeden Abend mit von der Partie.
Das Gespräch führte unser Mitarbeiter Rudi Brandner


Interview Antenne Bayern Band Kathie Kleff
Ein Prosecco vor dem Auftritt
Seit 1997 ist Moderatorin Kathie Kleff als Sängerin bei der Antenne-Bayern-Band. Geboren in Hagen-Haspe in Nordrhein-Westfalen begann die heute 32-Jährige ihre Karriere 1993 bei "radio en", einem Lokalsender im nordrhein-westfälischen Niemandsland, dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Bereits 1994 verschlug es das westfälische Mädel in den Süden der Republik. Seitdem moderiert Kleff bei Antenne Bayern, nicht nur weil die eine Band haben. Am Samstag steht sie in Hofheim auf der Bühne. Wir haben ihr fünf Fragen gestellt:
FRAGE: Hallo Kathie, was wird man von Euch bestimmt nicht hören?
KATHIE KLEFF: Wahlkampfreden, Stammtischgeschwätz, die größten Hits von Claudia Jung, Hansi Hinterseer oder Alexander Klaws. Und Witze. Ich bin der schlechteste Witz-Erzähler auf diesem Planeten!
Fällt Dir zu den Haßbergen ein Märchen ein?
KATHIE: Puh, kalt erwischt. Hab Haßberge mal schnell gegoogelt und diese schönen Worte von Rainer Maria Rilke gefunden:
Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin - bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.
Tja. Ob Herr Rilke Euch schon mal zu Lebzeiten besucht, wisst nur ihr allein, ich freu mich auf jeden Fall lyrisch auf das Konzert
Mit welchen kulinarischen Genüssen könnte Dich der Veranstalter verwöhnen?
KATHIE: Mit sehr viel Cola Light, stillem Wasser, Milchkaffee, einem Gläschen Prosecco vor dem Auftritt und Essen im Allgemeinen. Solange es salzig ist, Schokolade lässt mich völlig kalt. Ich sterbe für Käse und Salat. Nudeln find ich auch super. Ich bin da recht anspruchslos.
Brauchst du ein Navigationsgerät, um Hofheim zu finden?
KATHIE: Stellt ihr aber heimtückische Fragen. Ich bin zwar seit ein paar Tagen keine Blondine mehr, habe in meinem Auto aber tatsächlich ein Navi und werde es unter Umständen auch in Anspruch nehmen. Würde ich aber nie zugeben.
Einen Tag vor eurem Auftritt wird ganz hartes Metall gespielt, wäre das auch etwas für Euch?
KATHI: Für mich zum Anhören unbedingt! Ich bin ein großer Metallica-Fan, liebe harten Alternativrock und habe sogar Slipknot schon mal live gesehen. Zum Singen wär's für mich eher nix, weil ich eine recht helle Stimme habe und die Metallfans mich sicher mit Dosen und allem anderen Zeug bewerfen würden, würde ich Metall singen. Nein, davon lass ich lieber die Finger.
Online Tipp
Mehr über Kathie Kleff und ihre
Band erfahren Sie auf der Internet-
Seite der Moderatorin:
www.kathiekleff.de
Das Gespräch führte German Schneider


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